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Saxitoxin Drucken

Neben Tetrodotoxin können Kugelfische auch Saxitoxin in ihrem Körper haben. Dieses Gift wurde bei Meer–, Brack– und auch bei Süßwasserkugelfischen nachgewiesen. Allerdings ist es weitaus seltener anzutreffen als das Tetrodotoxin.

An der Ostküste Amerikas gab es in den letzten 5 Jahren etwa 28 Fälle einer Kugelfischvergiftung. Man nahm zuerst an, diese seien durch Tetrodotoxin verursacht, ohne Studien darüber zu veranlassen. Neuere wissenschaftliche Berichte beweisen aber eindeutig, dass diese Fälle nicht durch Tetrodotoxin verursacht wurden. Bei Untersuchungen der Fische fanden Forscher ausschließlich Saxitoxin im Körper der Tiere. In diesem Gebiet sind schon seit längeren einige Vergiftungsfälle durch den Verzehr von Kugelfisch bekannt. Wahrscheinlich sind die meisten davon auf Saxitoxin zurückzuführen.

Saxitoxin ähnelt Tetrodotoxin. Es handelt es sich um ein Nervengift, welches viele Fische, Wirbellose und niedere Tiere enthalten. Es wirkt auch genauso, da es auch ein selektiver Natriumkanal-Blocker ist. Die Folgen einer Saxitoxinvergiftung entsprechen auch in etwa denen einer Tetrodotoxinvergiftung. Darüber hinaus wird es auch von Bakterien gebildet, die hauptsächlich in Algen zu finden sind. Diese Algen, inklusive der Bakterien, nehmen dann die Tiere mit der Nahrung auf und so entsteht deren Giftigkeit.

 

Literatur

  • Freitas, José C. d. (2006): Eating Habits: Are we safe to consume Freshwater Puffer Fish from the Amazon Region in Brazil?. In: Journal of Venomous Animals and Toxins including Tropical Diseases 12(2):153–155.
  • Kodama, Masaaki et al. (1988): Bacterial Production of Saxitoxin. In: Agricultural and Biological Chemistry 52(4):1074–1077.
  • Landsberg, Jan H. et al. (2006): Saxitoxin Puffer fish Poisoning in the United States, with the First Report of Pyrodinium bahamense as the Putative Toxin Source. In: Environmental Health Perspectives 114(10):1502–1507.
     

 

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Donnerstag, den 24. September 2009 um 14:00 Uhr
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