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Die Mondfische – Molidae Drucken

Der Mondfisch Mola mola

Der Mondfisch Mola mola

Die Familie der Mond– oder Sonnenfische besteht aus skurilen und urtümlich anmutenden Fischen.

Im ausgewachsenem Zustand sehen diese Fische den anderen Kugelfischartigen wenig ähnlich. Die Jungfische aber haben die typische Form von Kugelfischen und besitzen sogar Stacheln. Larven der Mondfische wurden deshalb nicht selten als eigene Arten beschrieben.

Ausgewachsene Mondfische sind von der Seite gesehen rund bis oval und flach. Die Rücken– und Afterflosse stehen senkrecht ab. Die Schwanzflosse besteht nur aus einem Saum und hat keine Bedeutung bei der Fortbewegung.

Ihren Namen haben diese Fische bekommen, da man sie tags und eben auch nachts auf der Seite treibend an der Wasseroberfläche sehen kann.

Diese Fische scheinen sich im Laufe der Evolution sekundär rückgebildet zu haben. Die Zähne sind zu einer Naht vereint, die Schwimmblase fehlt, in den Flossen gibt es keine Stachelstrahlen mehr, das Skelett ist knorpelig und sie haben ein sehr urtümliches anmutendes Herz.

Der größte der fünf Arten dieser Familie, Mola mola, wird bis zu drei Meter lang, erreicht ein Gewicht von über zwei Tonnen und ist damit eine durchaus imposante Erscheinung. Die anderen Arten sind seltener anzutreffen.

Mondfische kommen in allen Weltmeeren vor und schwimmen dort zum Beutefang auch in große Tiefen. Auch in der Nord– und Ostsee sind sie gelegentlich anzutreffen. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Quallen und Tintenfischen.

Mondfische können auf einmal bis zu 300 Millionen Eier legen. Damit sind sie die wahrscheinlich fruchtbarsten Wirbeltiere.

Es sind folgende fünf rezente Arten in drei Gattungen bekannt:

Molidae (Mondfische)
 ├─Masturus
 │  ├─Masturus lanceolatus (Liénard, 1840)
 │  └─Masturus oxyuropterus (Bleeker, 1873)
 ├─Mola
 │  ├─Mola mola (Linnaeus, 1758)
 │  └─Mola ramsayi (Giglioli, 1883)
 └─Ranzania
    └─Ranzania laevis (Pennant, 1776) 

 

Literatur

 

Donnerstag, den 24. September 2009 um 14:00 Uhr
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