| Monotrete abei |
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Aquaristischer Steckbrief von Monotrete abeiWissenschaftlicher Name: Monotrete abei (Roberts, 1998) Ursprünglich wurde Monotrete abei der Gattung Tetraodon zugeordnet. Durch eine Revision der Gattung Tetraodon im Jahr 2001 durch Maurice Kottelat wurde er in die Gattung Monotrete eingeordnet. Aber auch heute wird das Synonym Tetraodon abei (Roberts, 1998) noch häufig gebraucht. Der Gattungsname Monotrete (franz. Monotrète) verweist auf die Gemeinsamkeit ihrer Vertreter: Bei ihnen hat jedes der beiden Nasenlöcher nur eine einzige runde Öffnung und ist nicht hervorspringend (vgl. Kottelat 2001). Der Artname abei wurde zu Ehren des Ichthyologen Tokiharu Abe gewählt. Synonyme: Tetraodon abei (Roberts, 1998) Populärnamen: Abe's Puffer (eng.), Abes Kugelfisch (dt.) Systematik: Reich: Animalia (Tiere) Stamm: └Chordata (Chordatiere) Unterstamm: └Craniota (Wirbel- oder Schädeltiere) Überklasse: └Gnathostomata (Kiefertiere) Klasse: └Osteognathostomata (Knochenkiefertiere) Unterklasse: └Actinopterygia (Strahlenflosser) Gruppe: └Neopterygia (Neuflosser) Überordnung: └Teleostei (Knochenfische) Ordnung: └Tetraodontiformes (Kugelfischverwandte) Unterordnung: └Tetraodontoidea (Kugelfischartige) Gattung: └Monotrete (Bibron, 1855) Art: └Monotrete abei (Roberts, 1998)
Verbreitungsgebiet:
Süßgewässer in Südostasien: Mekong und Nebenflüsse, Mekongbecken, Chao Phraya und Nebenflüsse, Chao Phraya–Becken
Die roten Punkte auf dieser Grafik stellen bisher bekannte Fundorte von Monotrete abei dar.
Erreichbare Größe: 10,3 cm SL (SL = standard length, d. h. ohne Schwanzflosse) laut Literatur. Daraus ergibt sich eine Gesamtlänge von etwa 12 cm TL, eigene Erfahrungen bestätigen diese Endgröße. Adulte Monotrete abei zeigen eine dunkle, braun bis schwarze Hintergrundfärbung. Der ganze Körper ist mit hellen orange bis gelblichen, annähernd runden Punkten bedeckt. Die Schwanzflosse zeigt die selbe Färbung, hat aber am Ende einen rötlichen Saum. Der Bauch zeigt meist auch eine dunklen Grundfärbung mit schwach ausgeprägten hellgrauen Punkten. Allgemein ist die Färbung sehr variabel und wird scheinbar durch die Stimmungslage beeinflusst. Jungtiere von Monotrete abei haben zwei große rötliche Augenflecken, mit einer schwarzen Umrandung, im hinteren Teil des Körpers, auf jeder Körperseite einen. Der Körper ist bei den Jungfischen hellbeige bzw. braun gemustert. Mit der Zeit entstehen viele kleine Punkte auf der Haut. Zuerst sind diese dunkel braun oder schwarz. Im weiteren Verlauf werden die Augenflecken kleiner, verlieren ihren schwarzen Ring, passen sich bei der Farbe den anderen Punkten an und sind letztendlich nicht mehr genau auszumachen. In der Jugendfärbung zeigt Monotrete abei meistens eine beige Grundfärbung mit farblich variablen Punkten. Diese sind zwar meist braun, können aber auch rötlich mit einer dunklen Umrandung sein. In dieser Färbung ähnelt Monotrete abei Monotrete leiurus sehr stark. Auch noch nicht erwachsene Individuen zeigen gelegentlich die Adultfärbung, besonders häufig wenn sich zwei halbstarke Fische begegnen. Die Adultfärbung übernimmt Monotrete abei nach etwa einem Jahr an, vermutlich mit der Geschlechtsreife. Doch auch adulte Tiere können noch die Jugendfärbung zeigen. Verschreckte Monotrete abei hellen ihre Färbung deutlich auf, es bildet sich eine dunkle Qeuerbinde zwischen den Augen und die angelegten Rücken– After– und Brustflossen werden fast gänzlich transparent. Haltung im Aquarium: Monotrete abei eignet sich nur bedingt zur Haltung im heimischen Aquarium. Wie bei den meisten Kugelfischen ist ein Artbecken ohne andere Bewohner vorzuziehen. Pro Fisch sollten etwa 100 Liter Wasser zur Verfügung stehen, besser mehr. Das mag anfangs übertrieben erscheinen, aber spätestens wenn die Fische ausgewachsen sind, erweist sich diese Größe als vorteilhaft. Mit zunehmendem Alter steigt die innerartliche Aggression deutlich an. Um Konfrontationen von vornherein zu vermeiden, sollte das Aquarium gut durchstrukturiert sein. Dafür eignen sich besonders eine dichte Bepflanzung und Sichtbarrieren in Form von Wurzelholz und Steinen. Es muss für jedes Individuum ein eigener „Wohnplatz" zur Verfügung stehen. Bei Aufbauten muss auf deren Stabilität geachtet werden, da adulte Monotrete abei gerne Mulden ausgraben und es sich darin gemütlich machen. Besonders bei der Fütterung kommt es häufig zu Rangeleien. Bisswunden erkennt man an hellen Kreisen auf dem Körper. Diese sind meist harmlos und verheilen innerhalb weniger Tage vollständig. Es kann aber auch zu schweren Verletzungen kommen, wenn sich mehrere Tiere um ein Futterstück streiten. Dabei ist es leider keine Seltenheit, dass sie sich gegenseitig im Fressrausch auch gelegentlich das halbe Maul zerfetzen. Monotrete abei können eine regelrechte Beziehung zu ihrem Halter aufbauen. Nach einer Eingewöhnungszeit von wenigen Wochen schwimmen sie häufig sofort an die Frontscheibe und „betteln" um Futter, wenn sie den Halter erblicken. Beim Hantieren im Aquarium sollte man bei neuen Fischen Vorsicht walten lassen. Vor allem junge Tiere zwicken gerne in Finger. Haben sich die Fische aber erst einmal an den Halter gewöhnt, lassen sie den Halter aber gewähren und beobachten das Geschehen interessiert. An die Wasserparameter stellt Monotrete abei nur geringe Ansprüche. Wichtig ist vor allem eine gute Wasserqualität, die durch einen grozügig dimensionierten Filter und häufige und große Teilwasserwechsel erreicht werden. Ein wöchentlicher Wasserwechsel von 50 % ist zu empfehlen. Andernfalls ist Monotrete abei sehr anfällig für Ichthyo. Monotrete abei sollte bevorzugt mit hartschaliger Nahrung gefüttert werden um dem Zahnwachstum gerecht zu werden. Dafür eignen sich alle möglichen Schnecken (Posthornschnecken, Turmdeckelschnecken, Blasenschnecken, Spitzschlammschnecken...), ganze Garnelen (tiefgefroren oder lebend), Krebse, Krabben, Muscheln, es werden aber auch Regenwürmer, rote Mückenlarven und Vergleichbares genommen. Auch langsame Fische werden erbeutet. Adulte Tiere sollten nur alle zwei bis drei Tage gefüttert werden, Jungtiere entsprechend öfters. Bei zu häufiger Fütterung besteht die Gefahr des Überfressens, was für die Fische tödlich enden kann. Zucht: Die Zucht von Monotrete abei ist im Aquarium schon mehrfach gelungen und ist nicht sonderlich schwer, wenn die Fische erst einmal angefangen haben zu Balzen. Die Geschlechtsreife setzt nach etwa einem Jahr ein. Die Initiative zur Balz geht vom Männchen aus und es wählt auch den Laichplatz. Als Laichplätze werden exponierte Stellen auf einer Wurzel oder einem größeren Stein gewählt, die dann durch überschwimmen und durch einen aus dem Maul herausgeschossenen Wasserstrahl gereinigt wird. Es können aber genauso auch geschützte Stellen unter einem Unterstand gewählt werden, oder es wird einfach auf einer freien Fläche eine Laichkuhle vom Männchen in den Untergrund gegraben. Bei der Balz umschwimmen sich das Männchen und das Weibchen gegenseitig im Kreis, verstärken ihre Färbung (dunkler Hintergrund mit hellen Punkten) und blaßen sich hin und wieder teilweise auf. Mitunter wird die Balz unterbrochen und zu einem späteren Zeitpunkt oder an einer anderen Stelle fortgesetzt. Diese Prozedur dauert etwa zwei Tage, bis es zur Eiablage kommt. Die Eiablage selbst erfolgt meistens um die Mittagzeit. Das Weibchen entlässt dabei die mehreren hundert Eier auf den Untergrund, wo sie haften bleiben und das Männchen befruchtet diese. Sofort nach der Eibablage verscheucht das Männchen das Weibchen und bewacht das Gelege fortan. Es fächelt ständig Frischwasser mit den Brustflossen zu und entfernt nicht mehr am Substrat haftende Eier. Möchte man die Kugelfische aufziehen, lohnt es sich die Eier in ein separates Aufzuchtbecken zu überführen. Die Larven schlüpfen nach etwa 10 Tagen. Je nach Temperatur können die ersten aber auch schon einige Tage früher oder erst später schlüpfen. Die Frisch geschlüpften Kugelfische streben gleich ein erstes Mal zur Wasseroberfläche, vermutlich um die Schwimmblase zu füllen. Danach liegen die Kleinen die nächsten Tage am Boden und ernähren sich von ihrem Dottersack. Nach wenigen Tagen kann das erste Futter gereicht werden. Zuerst wird nur lebendes Futter angenommen, bewährt haben sich da Artemia-Nauplien. Die Fütterung sollte die ersten Wochen mehrmals täglich erfolgen. Nach einiger Zeit werden auch Wasserflöhe und ähnliches Futter angenommen. Haben die Kugelfische erst einmal eine Größe von einem Zentimeter erreicht, kann man sie regelrecht mit roten Mückenlarven mästen und sich schon einmal Gedanken über die weitere Unterbringung der Fressmaschinen machen.
Weitere Bilder von Monotrete abei gibt es in der Bildergalerie!
Literatur
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| Donnerstag, den 24. September 2009 um 14:00 Uhr |






